Marrakesch November 2024
Die letzte Reise des Jahres führte uns nach Marokko. Ein verlängertes Wochenende in dem warmen Süden.
4 Stunden beträgt die Flugzeit von Wien. Direkt am Flughafen behoben wir noch Bargeld, Dirham dürfen nämlich nicht eingeführt werden. Unseren Transport zum Riad haben wir vorab gebucht (Kosten 10€). Bis ganz zur Unterkunft konnte uns der Chauffeur nicht bringen, denn das Riad lag versteckt in ein Paar Gässchen. Nachdem es schon später Nachmittag war spazierten wir durch die Umgebung und genossen die Ersten Eindrücke. Die Gerüche, die Geräusche,… bei dem ersten Marktstand, wo wir stehen blieben wurden wir zum Tee trinken eingeladen. Wir hatten nicht geplant einen Zwischenstopp einzulegen, aber der Besitzer meinte, hier ist es nicht wie in Europa, nicht alles kostet Geld. Natürlich erwartet er sich im Endeffekt etwas zu verkaufen, aber er war nicht böse, also wir nichts mitgenommen haben. Nachdem ich von unserem ersten Kontakt das Wort „Shukran“ lernte, war ich bei Stand 2 schon automatisch einen Sprung vorne auf der Beliebtheitsskala. Egal ob Zebrastreifen, Marktplatz oder Fußgängerzone: Motorräder fahren überall und kreuz und quer. Das Abendessen genossen wir in der Nähe vom Jardin Sini. Hier herrscht reges Treiben: Stetiger Verkehr, Einheimische die ohne Rücksicht die Straße mit einer Leiter bewaffnet queren, während direkt am Straßenrand der Hufschmied die Hufe der Kutscher Pferde neu schmiedet. Was für eine Kulisse!Der nächste Tag startete mit einem marokkanischem Frühstück, bevor es zu Fuß losging um die Medina (Altstadt) zu erkundigen. Wir marschierten zum Djemaa El Fna, dem großen Platz. Hier war es frühmorgens noch ruhig, später würde der Platz voll mit div. Ständen sein. Weiter ging es dann zur Koutoubia Moschee. Über den Cyber Park spazierten wir dann in Richtung Arts Garden und den Place de la Liberte zur einzigen katholischen Kirche - Eglise de Saints Martyrs de Marrakech. Diese ist allerdings nicht wirklich sehenswert, um ehrlich zu sein. Der Plan war in die Majorelle Gärten zu gehen, davor angekommen bemerkten wir, dass wir vorab ein Ticket kaufen hätten müssen. Das hätte man online zwar noch machen können, allerdings mit 2 h Wartezeit. Das war uns dann doch etwas zu lange. Zurück spazierten wir über div. Souks. In weiterer Folge dann zur Quobba Almoravide und dem Musée de Marrakech. Wir überlegten dann weiter in Richtung Gerberviertel zu gehen, am Weg dahin fielen uns einige seltsame Gestalten leider etwas ungut auf. Deshalb beschlossen wir dann umzudrehen und es gut sein zu lassen. Am Weg zurück besuchten wir noch Medersa Ben Youssef, eine alte Koranschule. Nach ca. 14 km Fußweg beschlossen wir es gut sein zu lassen.
Die Menschen hier waren heute nicht gerade freundlich/ höflich, großteils wirken sie sehr genervt. Mein Eindruck von gestern Abend hatte sich leider nicht bestätigt.
Unser letzter, voller Tag vor Ort startete erneut mit einem lecker Frühstück.
Anschließend ging es für uns in den südlichen Bereich der Medina. Wir starteten mit den Saadier Gräbern. Der Eintritt liegt bei 10€. Es handelt sich um ein farbenfrohes Mausoleum, verziert durch Mosaik. Man ist relativ schnell aber auch wieder durch. Danach spazierten wir weiter zum Royal Palace, diesen kann man aber nur von außen ansehen. Den Nachmittag verbrachten wir mit flanieren durch die Souks.
Am nächsten Tag war bereits die Heimreise fällig. Vermissen werden wir definitiv Tajine und den Tee. Ein kurzer, aber dennoch toller Trip.
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