Südafrika & Mauritius März 2026
Lange schon zog es uns wieder nach Afrika – nun war es endlich wieder so weit.
Der Weg dorthin führte uns diesmal von Wien über Frankfurt nach Kapstadt. Zum Glück nicht über den Nahen Osten, angesichts der aktuellen Lage, wie es bei vielen Verbindungen inzwischen üblich ist.
Gegen Mittag landeten wir schließlich in Cape Town. Das Besuchervisum bekommt man direkt bei der Einreise.
Ganz reibungslos begann der Aufenthalt allerdings nicht. Ein kurzer Moment des Troubleshootings war nötig: Wegen eines großen Radrennens in Kapstadt sind derzeit zahlreiche Straßen gesperrt. Unsere bereits vorab gebuchte Tour für morgen kann deshalb nicht wie geplant stattfinden. Also hieß es spontan umdenken. Zum Glück erwies sich die Rezeption unseres Hotels als äußerst hilfsbereit, gemeinsam fanden wir einen möglichen Umweg und eine alternative Lösung. Ob alles klappt, wird sich morgen zeigen.
Der Anreisetag selbst gehörte ohnehin erst einmal dem Ankommen. Wir machten einen entspannten Spaziergang entlang der Uferpromenade, vorbei am Stadion bis hinunter zur Waterfront. Die Sonne schien und die Meeresbrise versetzte uns in entspannte Urlaubsstimmung.
Ein Tipp, den wir gleich von einem Local bekamen: Zwischen 6 und 18 Uhr kann man sich hier gut und problemlos alleine draußen bewegen. Ein Hinweis, den man in Kapstadt öfter hört.
Der zweite Tag begann gleich mit einem kleinen lokalen Großereignis: der Cape Town Cycle Tour, eines der größten Radrennen der Welt. Schon früh am Morgen standen wir kurz an der Strecke und sahen den unzähligen Radfahrerinnen und Radfahrern zu, die sich durch die Stadt und entlang der Küste kämpften. Die Stimmung ist großartig, viele Zuschauer, Musik und ein bisschen Volksfestatmosphäre.
Eigentlich hatten wir ja befürchtet, dass das Rennen unsere geplante Tour komplett zunichtemachen würde. Doch tatsächlich klappte es besser als gedacht: Gegen 11 Uhr wurden wir abgeholt. Mit einigen Umwegen, viele Straßen waren noch gesperrt, ging es schließlich doch Richtung Cape Peninsula.
Ganz ohne kleine Abenteuer verlief die Fahrt allerdings nicht. Am Eingang zum Nationalpark stellte sich heraus, dass der Ausweis unseres Guides abgelaufen war. Kurze Diskussion, etwas organisatorische Hektik. Wir haben kurzerhand die etwa 100 Rand übernommen, schließlich wollten wir ja alle weiter zum Ziel.
Erster Höhepunkt war Cape Point, mit seinen steilen Klippen und dem tosenden Atlantik. Nur wenige Kilometer weiter erreichten wir dann das berühmte Kap der Guten Hoffnung.
Auch tierisch war einiges geboten: Wir sahen tatsächlich mehrere Strauße, die hier frei durch die Küstenlandschaft streifen. Außerdem begegneten uns Paviane sowie einige Antilopen, vermutlich Bonteboks oder Elands, die in dieser Region heimisch sind.
Zum Abschluss des Tages stand noch ein weiterer Klassiker auf dem Programm: Boulders Beach. Und dort wartete ein echtes Highlight – die berühmte Kolonie der afrikanischen Pinguine. Zwischen den Felsen und am Strand watschelten die kleinen Tiere herum, völlig unbeeindruckt von den Besucherinnen und Besuchern.
Am nächsten Tag hieß es Abschied nehmen von Kapstadt. Am Morgen ging es zum Flughafen, denn unser nächstes Ziel wartete bereits: der Krüger-Nationalpark. Der Flug führte uns einmal quer durchs Land, von der Atlantikküste in den Nordosten Südafrikas.
Schon beim Anflug veränderte sich die Landschaft deutlich. Statt Ozean und Bergen dominierten plötzlich weite, trockene Ebenen, Buschland und vereinzelte Baumgruppen.
Nach der Landung ging es weiter zu unserem Camp im Krüger-Gebiet. Und kaum waren wir unterwegs, gab es auch schon die ersten tierischen Begegnungen: Am Straßenrand entdeckten wir unsere ersten Impalas, die ruhig im Buschland grasten.
Was mir auf dem Weg außerdem auffiel: Ich hatte eigentlich erwartet, dass der Lebensstandard in Südafrika deutlich höher wirkt als etwa in Kenia, das wir schon einmal bereist haben. Immerhin gilt Südafrika als das wirtschaftlich stärkste Land Afrikas. In der Realität wirkt vieles jedoch überraschend ähnlich, zumindest außerhalb der großen Städte. Viele einfache Häuser, kleine Straßenstände und Orte, die eher bescheiden wirken.
Der Wecker klingelte am nächsten Tag noch vor Sonnenaufgang, typisch für einen Safaritag. Kurz vor sechs Uhr ging es los in den Krüger-Nationalpark.
Gleich zu Beginn sahen wir noch Spuren der starken Regenfälle und Überschwemmungen der letzten Zeit.
Besonders beeindruckend war eine Begegnung mit Elefanten. Unser Guide erklärte uns dabei etwas Interessantes: Elefanten, die man zuerst riecht, bevor man sie sieht, können gefährlich sein. Oft handelt es sich dabei um Bullen auf der Suche nach einem Weibchen. In dieser Phase, auch „Musth“ genannt, sind sie besonders aggressiv. Tatsächlich erlebten wir später auch eine etwas angespannte Situation: Ein Elefant begann Wasser zu verlieren, ging einige Schritte rückwärts und zeigte deutliches Drohverhalten. Ein Zeichen, dass er uns möglicherweise angreifen könnte. Unser Guide reagierte ruhig und brachte das Fahrzeug rechtzeitig auf Abstand. Irgendwann entschied der Elefant sich dann eine andere Abzweigung zu nehmen.
Wir sahen auch einen Klippspringer, eine kleine Antilopenart, die erstaunlich geschickt über Felsen springen kann. Außerdem entdeckten wir Kudus, die zweitgrößte Antilopenart im südlichen Afrika.
Und natürlich waren da die allgegenwärtigen Impalas. Von ihnen sahen wir heute unzählige. Besonders spannend: Wenn sie in Gruppen stehen, schaut fast jedes Tier in eine andere Richtung. So wird die Umgebung ständig im Blick behalten, während einige Tiere gleichzeitig gemütlich wiederkäuen (auch das konnten wir beobachten).
Auch vogeltechnisch war einiges los: leuchtend blaue Vögel, andere mit unglaublich buntem Gefieder – der glänzende blaue Star und die Gabelracke begegnete uns besonders häufig. Afrikas Vogelwelt ist wirklich erstaunlich vielfältig.
Wir entdeckten unser erstes Tier aus den sogenannten „Ugly Five“ - den Gnu. Zu dieser inoffiziellen Liste gehören Tiere, die oft als weniger fotogen gelten, etwa Hyäne, Marabu-Storch, Gnu, Warzenschwein und Geier. Kurz darauf folgten tatsächlich auch drei Hyänen. Über sie erfuhren wir einiges Spannendes: Bei Hyänen dominieren die Weibchen die Männchen. Die Jungtiere kommen sogar bereits mit Zähnen zur Welt, und Hyänen können eine ganze Reihe unterschiedlicher Laute erzeugen, vom bekannten Lachen bis zu tiefen Rufen.
Im Laufe des Tages entdeckten wir außerdem zwei Nashörner, ein echtes Highlight. Unser Guide erklärte uns, dass sie ihr Revier mit großen Misthaufen markieren. Diese werden von den Tieren selbst immer wieder umgegraben, eine Art Duftsignal für andere Nashörner. Außerdem erfuhren wir, dass ihnen das Nashorn bewusst abgeschnitten wird, um sie zum jagen unattraktiv zu machen und so deren Leben zu verlängern.
Weitere Begegnungen ließen ebenfalls nicht lange auf sich warten: Nilpferde, Warzenschweine, viele verschiedene Vögel, darunter auch solche, die direkt auf größeren Tieren sitzen und dort Parasiten fressen. Selbst einen Löwen konnten wir entdecken, allerdings leider ziemlich weit entfernt, sodass ein Foto kaum möglich war.
Interessant fanden wir auch eine Besonderheit des Krüger-Nationalparks: Der Park ist für alle offen, das heißt, Besucher können mit ihrem eigenen Auto durch viele Bereiche fahren. Prinzipiell eine tolle Möglichkeit, persönlich finde ich jedoch, dass man mit einem erfahrenen Guide deutlich mehr versteht und sieht. Außerdem erkennt er Verhaltensweisen der Tiere viel besser und weiß, wann man Abstand halten sollte.
Nach rund zehn Stunden im Park kehrten wir schließlich zurück, etwas müde und staubig. Ein Safaritag im Krüger zeigt einem einmal mehr, wie lebendig und unberechenbar diese Wildnis ist.
Nach dem gestrigen Safaritag stand heute wieder Landschaft auf dem Programm und zwar eine der schönsten Routen Südafrikas: die Panorama Route entlang der spektakulären Drakensberge. Dieser Tagesausflug führt durch eine Region voller Aussichtspunkte, Wasserfälle und beeindruckender Schluchten.
Schon die Fahrt dorthin war interessant. Immer wieder kamen wir an Straßenbaustellen vorbei. Der Verkehr wird hier oft noch ganz klassisch geregelt: Menschen stehen mit roten Fahnen oder Tafeln am Straßenrand und geben den Autos Zeichen, wann sie fahren dürfen und wann sie warten müssen.
Unser erster Stopp war God’s Window. Der Name passt perfekt: Von hier hat man bei einen unglaublichen Blick über das tieferliegende Lowveld, scheinbar endlose grüne Landschaften, die sich bis zum Horizont ziehen.
Danach ging es weiter zu den Berlin Falls, einem schönen Wasserfall, der in ein rundes Becken stürzt.
Der wohl spektakulärste Ausblick des Tages war wohl der Blyde River Canyon mit den berühmten Three Rondavels. Diese drei markanten Felsformationen erinnern an traditionelle Rundhütten, daher der Name. Der Canyon selbst gehört zu den größten grünen Canyons der Welt.
Ein geologisches Wunder erwartete uns anschließend bei Bourke’s Luck Potholes. Über viele Jahrtausende hat das Wasser hier zylindrische Löcher und Strudel in den Fels geschliffen. Früher wurde hier Gold abgebaut, heute patrouilliert noch immer die Polizei.
Kurz darauf folgte der Abschluss: die Lisbon Falls, einer der höchsten Wasserfälle der Gegend. Das Wasser fällt hier über mehrere Felsstufen in die Tiefe.
Gestern noch Safari in der Savanne und heute tiefe Schluchten, Wasserfälle und Berglandschaften. So kontrastreich ist Südafrika!
An unserem letzten Tag stand zunächst ein ganz besonderer Ort auf dem Programm: Chimp Eden. Das Schutzgebiet wurde 2006 gegründet und gehört zum Jane Goodall Institute. Es ist der einzige Ort in Südafrika, an dem gerettete Schimpansen in einer geschützten, möglichst natürlichen Umgebung leben können. Viele der Tiere kommen aus verschiedenen Teilen Afrikas und wurden aus schlimmen Situationen gerettet, etwa aus illegaler Haustierhaltung, aus Unterhaltungsshows oder aus dem sogenannten Bushmeat-Handel.
Die Geschichten hinter den einzelnen Tieren sind teilweise schwer zu hören.
Besonders berührt hat mich Cozy. Dieser Schimpanse wurde in den USA geboren und später nach Italien verkauft, wo er für Shows trainiert wurde. Dort musste er Kunststücke lernen, zum Beispiel aufrecht wie ein Mensch gehen oder Menschen anbetteln, um Essen zu bekommen.
Ein anderer Schimpanse wurde aus einem Nachtklub in Uganda gerettet. Dort war er Teil einer Art Attraktion für Gäste, mit dem absurden Ergebnis, dass er sogar Zigaretten und Alkohol abhängig wurde. Unglaublich, welche Situationen Tiere manchmal durch Menschen ertragen müssen.
Dann gibt es noch Charlene, sie gilt als das rangniedrigste Tier in ihrer Familie. Sie jagt Schlangen, schleudert sie zunächst mehrfach durch die Luft, bis sie desorientiert sind, und ertränkt sie anschließend im Fluss. Danach nimmt sie die tote Schlange mit in die Schlafbereiche, um damit andere Schimpansen zu erschrecken.
Auf dem Weg nach Chimp Eden fuhren wir durch Nelspruit (Mbombela). Die Stadt wirkt vergleichsweise modern, wenn man den Kontrast zu ländlicheren Gegenden betrachtet. Gleichzeitig sieht man trotzdem viele Menschen zu Fuß entlang der Straßen unterwegs, ähnlich wie auf dem Land.
Unser Guide erzählte uns unterwegs auch etwas über seine Arbeitsbedingungen: Viele Guides arbeiten 21 Tage am Stück und haben danach 6 Tage frei.
Am späten Nachmittag ging es dann noch einmal hinaus in die Wildnis, diesmal zu einer Sundowner-Safari.
Tierisch war dieser Ausflug etwas ruhiger als der gestrige Safaritag. Unser Guide erklärte, dass das wohl auch am bewölkten Wetter und dem Regen liegen könnte. Trotzdem lernten wir wieder einiges. Zum Beispiel sahen wir einen Wasserbock, der manchmal scherzhaft auch „Busch-Donkey“ genannt wird.
Ein ernsteres Thema kam ebenfalls zur Sprache: der illegale Handel mit Nashornhorn. Unser Guide sprach von regelrechten Netzwerken oder „Mafias“, die Nashörner wildern lassen, weil die Hörner, besonders in Teilen Asiens, extrem hohe Preise erzielen (angeblich etwas unter Goldpreisen). Er erwähnte auch, dass solche Netzwerke manchmal sogar Insider im oder rund um den Krüger-Park haben könnten.
Neben den großen Tieren ist der Park auch ein Paradies für Vogelbeobachter: über 520 verschiedene Vogelarten gibt es laut Guide.
Auch wenn wir heute nicht allzu viele Tiere sahen, hatte der Abend seinen eigenen Charme. Bei einem kurzen Stopp mitten im Busch gab es einen kleinen Sundowner, ein Glas Rotwein oder Amarula-Likör.
An unserem letzten Tag in Südafrika hieß es sehr früh aufstehen. Bereits um 5 Uhr morgens starteten wir unsere lange Fahrt zum Flughafen in Johannesburg, rund fünf Stunden lagen vor uns. Die Nacht im Camp war ohnehin eher kurz gewesen. Seit gestern hatte sich das Wetter deutlich verändert: Regen prasselte immer wieder auf das Zeltdach, und man hörte die Tropfen die halbe Nacht. Nach den vielen sonnigen Tagen zuvor war das eine ganz andere Atmosphäre.
Fast ein bisschen Glück also, dass heute ohnehin unser Abreisetag war.
Ein kleines Abschiedsgeschenk der Wildnis gab es trotzdem noch: Ein Büffel überquerte direkt vor uns gemütlich die Straße, als wollte er sich persönlich verabschieden. Ein letzter Safari-Moment, bevor wir die Region verließen.
Am Flughafen angekommen ging alles recht zügig, und bald saßen wir schon im Flieger zu unserem nächsten Ziel: Mauritius. Etwa vier Stunden Flugzeit lagen vor uns, ein deutlicher Wechsel von der afrikanischen Savanne zu einer Insel im Indischen Ozean.
Die Einreise nach Mauritius verlief unkompliziert und schnell. Alles wirkte gut organisiert, sodass wir rasch durch die Kontrollen kamen. Leider war es bei unserer Ankunft bereits dunkel, es war schon etwa 21:30 Uhr, als wir schließlich im Hotel ankamen. Nach dem langen Reisetag waren wir einfach nur froh, endlich angekommen zu sein.
Nach den vielen Eindrücken der letzten Tage tat der nächste Tag richtig gut: kein frühes Aufstehen, kein Programm, keine langen Fahrten. Stattdessen stand einfach nur Strand, Sonne und Faulenzen auf dem Plan.
Nach dem entspannten Strandtag gestern wurde es wieder etwas aktiver: Wir machten eine Tagestour in den Süden von Mauritius.
Schon auf dem Weg erfuhren wir einiges über das Leben auf der Insel. Unser Guide erzählte uns zum Beispiel, dass die Hauptsprache der Menschen hier Kreolisch ist. Sie klingt stark nach Französisch und basiert auch größtenteils darauf. Im Alltag sprechen die meisten Mauritier Kreolisch und Französisch, geschrieben wird jedoch alles auf Englisch, auch Gesetze und offizielle Dokumente. Englisch ist außerdem die Sprache im Schulsystem.
Auch ein Stück Geschichte bekamen wir mit: Bei der Unabhängigkeit von Mauritius wurde die Inselgruppe Chagos von Großbritannien abgetrennt. Die Briten gaben das Gebiet später an die USA, die dort einen Militärstützpunkt errichteten. Ein Thema, das bis heute politisch diskutiert wird.
Unser erster Stopp war die Le Port Ship Model Factory, wo traditionell gefertigte Schiffsmodelle ausgestellt werden. Die Detailgenauigkeit der Modelle ist beeindruckend, viele davon sind exakte Nachbildungen historischer Segelschiffe.
Danach ging es weiter zum Trou aux Cerfs, einem erloschenen Vulkankrater. Von oben hat man einen schönen Blick über die Umgebung. Dort zeigte uns unser Guide auch eine Pflanze mit chinesischen Guaven und pflückte kurzerhand einige Früchte, die wir probieren konnten.
Weiter führte die Route zum Mare aux Vacoas, dem größten natürlichen Süßwasserreservoir der Insel, das einen großen Teil der Trinkwasserversorgung von Mauritius sichert.
Ein besonders eindrucksvoller Ort war anschließend Grand Bassin, auch Ganga Talao genannt. Der See gilt als heiliger Ort für Hindus auf Mauritius. Am Ufer stehen mehrere Tempel und riesige Statuen der Gottheiten Shiva und Durga, die Shiva-Statue ist mit rund 108 Metern Höhe eine der größten Hindu-Statuen der Welt. Die Zahl 108 hat im Hinduismus eine besondere spirituelle Bedeutung.
Rund um den Tempel leben zahlreiche Affen, die sich offenbar sehr gut mit den Ritualen der Besucher auskennen. Immer wieder bringen Menschen Opfergaben wie Milch, Obst oder Süßigkeiten mit. Einen besonders dreisten Affen konnten wir live beobachten: Er öffnete kurzerhand eine abgestellte Handtasche und bediente sich direkt daraus, mit Milch, Mandarine und Banane.
Natur pur gab es anschließend bei den Alexandra Falls. Auf dem Weg dorthin zeigte uns der Guide noch eine Besonderheit der Insel: sogenannte „Paper Trees“, Bäume mit einer papierartigen Rinde, die laut ihm nur auf Mauritius vorkommen.
Ein weiterer spektakulärer Aussichtspunkt folgte beim Black River Gorges Viewpoint. Von hier blickt man über den Black River Gorges Nationalpark, die größte zusammenhängende Naturregion der Insel mit dichtem tropischen Wald und tiefen Schluchten.
Zum Abschluss besuchten wir den Chamarel Seven Coloured Earth Geopark. Dort liegt eines der bekanntesten Naturphänomene von Mauritius: Hügel aus Sand in sieben verschiedenen Farben, die durch vulkanische Mineralien entstanden sind. Ganz in der Nähe befindet sich außerdem der Chamarel-Wasserfall, der höchste Wasserfall der Insel. Im Park leben auch einige Riesenschildkröten, die man aus nächster Nähe beobachten kann.
Mauritius zeigt sich wirklich als Insel mit vielen verschiedenen Facetten.
Am nächsten Tag erkundeten wir den Norden von Mauritius.
Unser erster Stopp war Cap Malheureux, einer der bekanntesten Orte der Insel. Besonders berühmt ist hier die kleine Kirche mit dem roten Dach, die direkt am Meer steht. Der Name des Ortes bedeutet übersetzt etwa „Unglückliches Kap“ und geht auf frühere Schiffsunglücke in dieser Gegend zurück.
Auf dem Weg dorthin zeigte uns unser Guide auch die Nationalblume von Mauritius, eine rote Blüte - Ruizia boutoniana, die sinnbildlich gut zur Flagge der Insel passt. Diese besteht aus vier Farben:
- Rot steht für den Kampf um die Freiheit
- Blau für den Ozean
- Gelb für die Sonne
- Grün für die Natur der Insel
Interessant fanden wir auch einen Friedhof, an dem wir vorbeikamen. Unser Guide erklärte, dass hier Menschen verschiedener Religionen gemeinsam begraben werden. Auf Mauritius leben viele Kulturen und Glaubensrichtungen zusammen, Hindus, Christen, Muslime und andere, und dieses friedliche Nebeneinander sieht man an vielen Stellen im Alltag. Und auch am Friedhof.
Danach ging es zu einigen der bekannten Strände im Norden, darunter Pereybere Beach und Grand Baie Public Beach.
Während der Fahrt fiel uns auf, dass überall Zuckerrohrfelder zu sehen sind. Zuckerrohr spielt auf Mauritius seit Jahrhunderten eine große Rolle und wird bis heute für vieles verwendet, natürlich für Zucker, aber auch für Rumproduktion und andere Produkte.
Unser Guide erinnerte auch an den letzten großen Zyklon im Jahr 2024, der auf der Insel deutliche Schäden hinterlassen hat. Viele Gebäude und Infrastruktur mussten danach repariert werden. Seither wurden die Bewohner laut ihm verschont.
Weiter ging es in die Hauptstadt Port Louis. Dort besuchten wir zunächst die Citadel Fort Adelaide, eine alte Festungsanlage mit Blick über die Stadt und den Hafen. Anschließend schlenderten wir durch die Caudan Waterfront und den Craft Market, wo viele lokale Handwerksprodukte verkauft werden. Außerdem gibt es auch eine Regenbogenschirm Gasse. Eine Verkäuferin machte meinem Mann dabei ein besonders charmantes Kompliment: „She is so beautiful, you have to hide her in the bag.“ ein Satz, der uns beide ziemlich zum Lachen brachte.
Am Nachmittag besuchten wir noch den SSR Botanical Garden, einen der bekanntesten botanischen Gärten der Insel. Neben den vielen tropischen Pflanzen sahen wir dort auch einen Vogel mit leuchtend rotem Kopf, der sofort ins Auge fiel. Wir sahen dort auch die bekannten großen Lotusblumen.
Zum Abschluss des Tages fuhren wir noch zum Château de Labourdonnais, einem historischen Kolonialhaus, das von einem großen Garten und Plantagen umgeben ist.
Ein abwechslungsreicher Tag mit vielen Eindrücken!
Unser letzter Tag auf Mauritius hätte kaum besser sein können: einfach nochmal das Inselleben genießen, bevor es zurück nach Hause geht. Wir verbrachten den Tag ganz entspannt am Strand.
Ein bisschen aktiv waren wir dann doch: Wir schnappten uns ein Kajak und paddelten ein Stück entlang der Küste. Danach probierten wir uns noch in Beach Tennis, was bei der Hitze zwar anstrengender war als gedacht, aber richtig Spaß gemacht hat.
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